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„Zuhören, aufklären, effizient werden“ – Fachkräftebedarf: konsequent handeln

Das hatte beim Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) niemand erwartet: Ein voller Saal am 7. März mit interessierten Zuhörern und Diskussionsteilnehmern.

Das hatte beim Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) niemand erwartet: Ein voller Saal am 7. März mit interessierten Zuhörern und Diskussionsteilnehmern, 30 Institutionen und Unternehmensvertreter und weitere 40 metallverarbeitende Unternehmen im Städtedreieck im Hintergrund, die das Thema interessiert.
„Und dazu ein ganzer Sack voller Ideen. Fragen, Anregungen und Hinweise, auch Wünsche“, ergänzt FWI-Geschäftsführer Rainer Langelüddecke nach der Auswertung von Fragebögen und Zuschriften nach der Veranstaltung.

„Klar geworden ist, dass alle an diesem Thema bereits Beteiligten einen enormen Bedarf an Bündelung aufs Wesentliche, auf Konzentration des Wegs und der Mittel und auf Erhöhung der Effizienz sehen“, so Langelüddecke.
So hat das Bergische Fachkräftebündnis, das von der Bergischen Entwicklungsagentur maßgeblich koordiniert, fachlich jedoch bisher von IHK, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Arbeitsagenturen, Jobcenter unterstützt wird, schon einige Informationshilfen und Grundlagen geschaffen, so Langelüddecke nach den Erkenntnissen der Veranstaltung vom 7. März, „die allerdings die wenigsten kennen, am wenigsten die Unternehmen, die es angeht“.
Hier gilt es, entscheidend besser zu werden, denn von allen befragten Teilnehmern hat nur einer angegeben, es werde für das Problem Fachkräftebedarf „genau das Richtige“ getan. Alle anderen meinten, im Bergischen werde hierzu zu wenig getan.

Langelüddecke: „Das ist ein Alarmzeichen und weist auf Defizite hin. Es müssen Dialogkreise her, in denen die Fachleute zuhören, was in den Unternehmen sich personaltechnisch abspielt, in der gesamten Bandbreite vom Lehrling, zur Fachkraft, im angelernten ebenso wie beim akademisch unterlegten Berufsbild“. Und umgekehrt müssten die Unternehmen sich den Ernst der sich abzeichnenden Situation klar machen und das Spektrum der Initiativen und Angebote begreifen lernen. Bestenfalls entstehen aus dem dialogischen Ansatz neue spezifische Erkenntnisse, die es aufzuarbeiten gilt, so Langelüddecke.

So bot ihm mittlerweile ein junger Unternehmer ein internet-basiertes Portal an, das gezielt die berufliche Nachwuchsförderung anstrebt. Die jungen Schüler/Berufsschüler können so schon frühzeitig auf ihre Begabungen und ihre Entwicklung hinweisen, die Unternehmer „begleiten“ diese Offenheit und lernen ihren künftigen Bewerber und Mitarbeiter viel früher kennen, und umgekehrt.

Auch fragten arbeitsuchende Akademiker inzwischen beim FWI an, warum es kein spezifisch Bergisches Bewerbungsportal gebe.

Langelüddecke zeigte sich überzeugt, dass nun mit dem entsprechenden Input der Hauptverantwortlichen das bisherige Vorgehen umgestellt wird: Nicht von den vorhandenen Programmen zur Fachkräftebedarfssicherung her denken, sondern von in den Unternehmen konkret festgestelltem Bedarf ausgehen, und dann die Programme entwickeln oder einführen. „Es ist ein komplexes Thema. Aber es muss jetzt einen „Ruck“ tun, und ein Umdenken bei Unternehmern und Akteuren einsetzen, sonst wird es eng und das Thema stirbt zwischen Hochglanzbroschürendeckeln“.

Die IHK Siegen, die in der FWI-Veranstaltung hervorragende Initiativbeispiele für richtiges Handeln vorgestellt habe, war, so Langelüddecke, „ein genau passender Stichwortgeber und Anreger. Und im Ergebnis muss bei einem solch zukunftsträchtigen Thema „die rechte Hand wissen, was die linke tut“.

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