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Normgerechte Bürsten für Motorsensen fallen nicht unter EU-Verbot

Der Beschluss der EU, sogenannte „schlegelartige“ Werkzeuge für den Einsatz auf Motorsensen ab dem 30. April 2012 zu verbieten, hat zu Unsicherheiten bei Herstellern, Händlern und Anwendern von Bürsten geführt.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) hat nun klargestellt, dass Bürsten nicht betroffen sind, wenn sie die einschlägigen Sicherheitsnormen erfüllen.
Die Klarstellung durch die BAUA erfolgte in Abstimmung mit dem zuständigen Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Die Bürsten müssen ohne gelenkartige Verbindung gefertigt und das Besatzmaterial muss fest und unlösbar mit dem Bürstengrundkörper verbunden sein. Weiterhin müssen die geltenden Sicherheitsnormen erfüllt werden (siehe Kasten).
Unter diesen Voraussetzungenstellen stellen Bürsten auch beim Einsatz auf Motorsensen keine besondere Gefahr dar, wie dies beispielsweise bei Ketten der Fall ist, für die das EU-Verbot gilt.
Die BAUA weist weiter darauf hin, dass mit dem EU-Beschluss 2012/32/EU keine neue Rechtslage geschaffen wurde, da die unter das Verbot fallenden schlegelartigen Werkzeuge schon vor diesem Beschluss nicht der Maschinenrichtlinie entsprochen haben. Gemäß den geltenden Sicherheitsnormen hergestellte und geprüfte Bürsten entsprechen jedoch dieser Richtlinie. Sie dürfen daher auch nach dem 30. April 2012 für den Einsatz auf Motorsensen und Freischneidern hergestellt und verkauft werden.

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Sicherheitsnormen für Bürsten
DIN EN 1083-1 „Kraftbetriebene Bürstwerkzeuge – Teil 1: Definitionen und Nomenklatur“
DIN EN 1083-2 „Kraftbetriebene Bürstwerkzeuge – Teil 2: Sicherheitstechnische Anforderungen“
BGV D12 „Unfallverhütungsvorschrift Schleif- und Bürstwerkzeuge“

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