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FWI-aktuell 1/2016: “Deutsche Werkzeugindustrie: Zufriedenheit überwiegt noch”

Die stagnierenden Werkzeugumsätze des Jahres 2013 wurde im Folgejahr um 6,7 Prozent übertroffen. Im Jahr 2015 stiegen die Umsätze um weitere 1,2 Prozent und beliefen sich auf 4,1 Mrd. Euro. Die Werkzeugindustrie beschäftigt aktuell ca. 30.050 Personen (2,9 Prozent mehr als 2014). Derzeit befindet sich die Werkzeugindustrie vor dem Eintritt in eine sich tendenziell abschwächende Konjunktur.
Vor allem die traditionelle Exportstärke der deutschen Werkzeugindustrie hat, so der FWI, zu diesem positiven Gesamtergebnis im Jahr 2015 beigetragen hat. Die Auslandsnachfrage nach deutschem Werkzeug stieg im Jahr 2015 um 2,4 Prozent. Auch die inländische Nachfrage verzeichnete ein Plus von 1,7 Prozent.

Dies wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt. Durch die weiter steigenden Lohnkosten in Produktionsländern wie China verringert sich der Preisabstand zu deutschen Werkzeugen. Zudem steigt der Bedarf deutscher und europäischer Abnehmer nach schnellen, zuverlässigen Lieferungen von kleineren Mengen und Sonderanfertigungen, die durch die Massen-Importe aus Übersee nicht erfüllt werden können. Auch sieht der FWI sowohl im professionellen als auch im Heimwerkersegment wieder einen zunehmenden Trend zu hochwertigem und zuverlässigem Markenwerkzeug mit einem zugesagt hohem Qualitätsversprechen.

Plus bei Ausfuhren im Jahr 2015

Nach Schätzungen des Fachverbands Werkzeugindustrie erreichten die Werkzeugausfuhren im Jahr 2015 den Wert von 3,8 Mrd. Euro und lagen um 3,6 Prozent höher als im Vorjahr.

Europa ist mit rund 67 Prozent der Gesamtausfuhren die wichtigste Zielregion für deutsche Werkzeughersteller; 56 Prozent der Gesamtausfuhr fließen allein in die EU-Mitgliedsstaaten – der Export dorthin stieg um fast 3 Prozent.

Das wichtigste Ausfuhrland sind die USA. Die Exporte in die USA übertrafen das Vorjahresniveau um 11 Prozent und bilden einen Anteil von 9 Prozent an den weltweiten Gesamtausfuhren von Werkzeugen.

Die Exporte in asiatische Länder stiegen um 4,6 Prozent und erzielten im Jahr 2015 einen Anteil von 17 Prozent an der Gesamtausfuhr. Vor allem die Exporte nach China erhöhten sich in den letzten fünf Jahren um fast 40 Prozent. Im Jahr 2015 erfuhren sie jedoch einen Rückgang von 5 Prozent und beliefen sich auf 194 Mio. Euro.

Einfuhren im Jahr 2015 stärker als im Vorjahr

Nach Schätzungen des FWI beliefen sich die Werkzeugeinfuhren auf 2,1 Mrd. Euro und überstiegen das Vorjahresniveau um 11,2 Prozent, wobei die Einfuhren aus asiatischen Ländern (Anteil an der Gesamteinfuhr ca. 40 Prozent) um 15 Prozent zunahmen. Die Einfuhr aus der VR China ist in den Jahren 2010 bis 2015 in der Größenordnung von 55 Prozent an den asiatischen Importen nahezu konstant geblieben. Wertmäßig entspricht das im Jahr 2015 rund 484 Mio. Euro.

Aussichten bis Mitte 2016

Ca. 70 Prozent der befragten Verbands­mitglieder beurteilten die aktuelle wirtschaftliche Lage im Januar 2015 mit „befriedigend“ und fast ein Viertel der Unternehmen vergab die Bewertung „günstig“.

Die positive Entwicklung der Auftragseingänge aus dem In- und Ausland stimmt die Verbandsmitglieder für die kommenden Monate optimistisch: Bis Mitte 2016 erwarten mehr als zwei Drittel  der Befragten eine gleichbleibende, zufrieden­stellende wirtschaftliche Situation, fast jede vierte Firma rechnet mit einer Verbesserung der Lage und nur ca. 5 Prozent befürchten eine Verschlechterung der Konjunktur.

Für 2016, so Rainer Langelüddecke, FWI-Geschäfts-führer, könnten die sich wieder festigenden Märkte in Südeuropa nachhaltige Wachstumsimpulse bieten. Unter den überseeischen Zielländern, denen sich deutsche Werkzeughersteller verstärkt zuwenden wollen, dominieren die USA, Länder in Südamerika und Asien, ja selbst für Afrika steigt das Interesse, zumal der FWI gerade diesen Kontinent langfristig zu den Märkten mit Zukunft rechnet.

Angesichts einer ungewissen Einschätzung der wirtschaftlichen Situation in China, dem psychologisch vorbelasteten Trend der Finanzmärkte und dem Verblassen mancher Weltwirtschaftsregionen als Konjunktur- und Nachfragemotoren im laufenden Jahr geht der FWI davon aus, dass das Jahr 2016 ein Umsatzplus von maximal 2 Prozent ergeben wird.

Grafiken-FWI-aktuell-01-2016


Rund 110 Werkzeughersteller mit Produktion in Deutschland sind im FWI organisiert. Führende deutsche Hersteller aus den Bereichen Handwerkzeug, Maschinenwerkzeug sowie Dübel- und Baubefestigungstechnik gehören dem FWI an. Die Erhaltung der breiten Vielfalt von deutschen Werkzeugherstellern, die Gestaltung eines fairen Wettbewerbs sowie die Stärkung des Produktionsstandortes Deutschland sind vorrangige Ziele des Verbands.

Darüber hinaus knapp 50 außerordentliche Mitglieder im FWI. Sie sind z. T. Industrieunternehmen mit Nähe zum Werkzeug, aber auch Dienstleister und ausländische Unternehmen zählen hierzu.

Der FWI hat Kooperationen mit sechs weiteren Fachverbänden geschmiedet. Hersteller von Technischen Bürsten und von Holzschrauben sind ebenfalls Mitglieder im FWI.

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